Quelle: Münchner Merkur Onlineausgabe 02.05.2026
Zweites Nano-Bier-Festival lockt 460 Besucher nach Oberhaching
Stand: 02.05.2026, 11:11 Uhr
Von: Volker Camehn
Quelle: Münchner Merkur Onlineausgabe 02.05.2026
Zweites Nano-Bier-Festival lockt 460 Besucher nach Oberhaching
Stand: 02.05.2026, 11:11 Uhr
Von: Volker Camehn
Beim Ausschank: Helmut Huber (l.) und Matthias Baumann aus Tirol. © Volker Camehn
Das Nano Bier Festival bleibt bewusst klein und familiär. Nur 16 Hobby-Brauer präsentieren ihre individuellen Kreationen beim Forstner.
Oberhaching – Bitte immer schön übersichtlich. „Wir wollen klein bleiben“, sagt Robert Prinz. Er sitzt auf der Terrasse des Bürgersaals beim Forstner in Oberhaching und ist sichtlich zufrieden. Vor einem halben Jahr hatte er hier das Nano Bier Festival gestartet, jetzt fand die zweite Auflage statt. „Eine familiäre Plattform für Hobby-Brauer“ soll es sein, „mehr als 20 sollten es nicht werden.“ Diesmal sind es 16.
Siglinde und Volker Fritz aus Dingolfing. Nächstes Jahr wollen sie hier auch ausstellen. © Volker Camehn
Weniger, aber speziell und individuell, das ist hier das Credo. Wer hier seine Biere präsentiert, braut nicht mehr als 500 Liter im Jahr; die gesetzliche Obergrenze, wenn es ausschließlich dem Eigenbedarf dient. Wer im heimischen Keller Gerstensaft herstellt, muss das zwar beim Zoll angeben, weil er mit Alkohol hantiert, ist aber sonst recht frei in seinem Tun. Reinheitsgebot? Ach was! Hauptsache es schmeckt. Es zählt auch die Freude am Experiment.
Das hat auch eine soziale Komponente. „Seit ich selber Bier braue, habe ich mehr Freunde“, sagt Helmut Huber schmunzelnd. Er ist zusammen mit seinem Spezi Matthias Baumann extra aus Brixen, Südtirol, gekommen. Vergangenes Jahr waren die zwei auch schon in Oberhaching dabei. Heuer präsentieren sie ihr „Black Hops“, ein „tiefschwarzes American-Style Black IPA“ auf der Basis des „britischen Maris Otter Malz“, wie es in der Produktbeschreibung heißt. Außerdem gibt es den „Märzen-Tango“, ein klassisch-traditionelles Märzen „mit moderner Interpretation“. Auch Bierbeschreibungen sind gerne mal blumig.
Maibock und Cold IPA: Sieger Nic Hoppe. © Robert Prinz
Das Problem eines jeden Kleinbrauers: Die Rezepte werden zwar haarklein dokumentiert, aber „man bekommt es nie so hin wie beim ersten Mal“, erklärt Michael Rauch. Zusammen mit Stephan Grauvogel hat er hier im vergangenen Jahr den 1. Preis für das beste Bier gewonnen. Grauvogels „Koidn Gams“ wird später dann zum Publikumsliebling gewählt. Eine elfköpfige Jury kürt gegen Abend dann die besten Biere.
Siglinde und Volker Fritz sind zum Verkosten aus Dingolfing angereist. „Nächstes Jahr möchte ich hier auch meine Biere präsentieren“, sagt Volker Fritz. Seit acht Jahren probiert er eigene Hopfen-Rezepte aus. Warum eigentlich? „Jenseits der gängigen Sorten neue Möglichkeiten entdecken.“ Tüfteln, abschmecken, variieren – bis das Endergebnis der Vorstellung entspricht. Im Grunde ist das wie Kochen. Maximal 100 Liter Bier braut Fritz im Jahr, sagt er. Seine Frau mischt da nicht mit: „Ich bin mehr so die Genießerin.“
Ausstellung alter Zapfanlagen
Was den Genuss anbelangt, gilt denn auch: Das Auge zapft mit. Weshalb die Brauerei Storchenbräu, Pfaffenhausen, im Keller des Forstner eine umfängliche Sammlung alter wie formschöner Zapfanlagen ausstellt. Sinnigerweise gleich im Raum neben den Toiletten.
Überhaupt scheint das Interesse am nicht-marktkonformen Gerstensaft groß zu sein. Etwa 460 Besucher sind zu dieser Messe gekommen, hat Robert Prinz gezählt, gut 100 mehr als im Herbst. „Einige waren sogar aus Frankfurt angereist“, erzählt er. Ob das funktioniert, diese Veranstaltung übersichtlich zu lassen? „Wir versuchen es“, so Prinz, „alleine schon, um das Familiäre zu erhalten und um es ausschließlich mit unseren Vereinsmitgliedern zu stemmen.“
Quelle: Münchner Merkur Ausgabe 02.05.2026
mit einem Fehler, nicht Robert Prinz hat das NANO-Festival gestartet, sondern der Verein zur Erhaltung der bayrischen Brau- und Biertradition e.V. Sektion Oberhaching
Quelle: SZ Ausgabe 29. April 2026
Quelle: Kyberg Nachrichten Ausgabe März 2026
Quelle: Kyberg Nachrichten Ausgabe Januar 2026
Quelle: Merkur.de vom 16.12.2025
Quelle: Kyberg Nachrichten Ausgabe Dezember 2025
Quelle: Merkur.de vom 08.10.2025 (ausgebessert)
Quelle: Isar-Anzeiger vom 09.10.2025
Quelle: Merkur.de vom 08.10.2025
Quelle: Kyberg Nachrichten Oktober 2025
Quelle: Kyberg Nachrichten September 2025
Quelle: Kybergnachrichten Ausgabe 04/2025
Quelle: SZ vom 12.03.2025
Quelle: Merkur.de vom 09.11.2024
Quelle: Merkur.de vom 17.06.2024